Verkleben oder schwimmend verlegen?

Grundsätzlich raten wir die Holzdielen vollflächig mit dem Untergrund zu verkleben.

Sofern die Gegebenheiten und das Produkt es zulassen, kann jedoch auch schwimmend auf Trittschallmatten verlegt werden.

Eine Verklebung bringt aber auch einige Vorteile mit sich, da wären die Reduktion des Trittschalls was zu einer wesentlich besseren Raumakustik führt, die gute Wärmedurchlässigkeit bei Fußbodenheizung, die Reduktion vom Quell- und Schwindverhaltens des Parkett und eine bessere Sanierbarkeit einzelner Dielen, sprich ein partieller Austausch einzelner Dielen ist möglich, da das Nut und Federsystem bei verklebten Böden nicht ausschlaggebend ist.

Ein kleiner Nachteil sind dennoch die Kosten für Kleber und ein zusätzlicher Aufwand bei der Verlegung. Zusätzlich müssen bestehende Estriche vor der Verlegung wieder aufbereitet werden, sprich alte Klebereste entfernt, ggf. Estrichbrüche und Risse saniert werden.

Bei schwimmender Verlegung ist die Untergrundbeschaffenheit nicht so wichtig wie bei einer Verklebung, dennoch sollten die Untergründe fest und eben sein um spätere Unannehmlichkeiten wie das Knarren einzelner Dielen zu vermeiden.

Ein weiterer Vorteil der schwimmenden Verlegung sind die geringeren Anschaffungskosten und die schnellere Montage, ggf. Demontage des Parkett.

Ob final dann verklebt wird hängt auch von der Wirtschaftlichkeit des Parkettbodens sowie den Gegebenheiten und Bedürfnissen des Kunden ab.

Vereinfacht erklärt macht es wenig Sinn einen Boden zu verkleben der in der Anschaffung günstiger ist als in der Sanierung, Qualitätsprodukte mit höheren Anschaffungskosten und wo auf Langlebigkeit gesetzt wird sollten daher unbedingt verklebt werden.

Peter Walter verkleben oder schwimmend verlegen