Lack oder Öl?

bei der Auswahl des Parkettboden stellt sich oft die Frage der Oberflächenbehandlung, aber welche Vor- und Nachteile bringen die verschiedenen Oberflächenvergütungen denn eigentlich mit sich ?

Als kurze Einleitung wäre es am verständlichsten erklärt mit “der Lack ist am Holz, das Öl ist im Holz“.

Geölte Oberflächen sind sehr atmungsaktiv und tragen daher wesentlich zur Regulierung des  Raumklimas bei,  wobei eine lackierte Oberfläche diese Eigenschaften nicht besitzt.

Bei lackierten Böden ist jedoch der Oberflächenschutz wesentlich besser als bei geölten Parkettböden, sprich bei lackierten Oberflächen können Verschmutzungen nicht in das Holz eindringen, wobei hingegen Flüssigkeiten von einer geölten Oberfläche gerne aufgenommen werden und Flecken verursachen können.

Ein weiterer Punkt ist die Schmutzempfindlichkeit, lackiertes Parkett sind hier sehr resistent, wobei geölte Parkettböden zwingend eine laufende Reinigung und Pflege benötigen.

Für natürliche Oberflächen punktet hingegen das Öl, die Holzmaserung wird durch das Öl angefeuert und das Oberflächengefühl ist sehr natürlich und identisch mit Rohholz.

Klare Vorteil bei geölten Dielen ist ganz klar die Kratzempfindlichkeit, bei lackierten Böden ist die Oberfläche irreparable beschädigt und kann nur durch das Abschleifen saniert werden.

Bei geölten Böden sind die Krater zwar auch vorhanden, jedoch ist die Versiegelung durch das Öl nicht irreparable beschädigt, da das Öl im Holz und nicht am Holz ist.

Feine Kratzer sind hingegen kaum ersichtlich und sollten die doch mal etwas tiefer ausfallen, lässt  sich mit Öl ohne Schleifaufwand punktuell die Versiegelung wieder herstellen.

Fazit, wir würden grundsätzlich geölte Oberfläche empfehlen, die laufende Pflege steht ganz klar im Verhältnis zu den Vorteilen eines geölten Parketts, die Pflege ist einfach und überschaubar.

Peter Walter CEO Roomart