Die richtige Verlegerichtung.

Als Grundsatz gilt die Dielen immer mit dem Lichteinfall der Hauptlichtquelle zu verlegen, jedoch ist das wie das Wort „grundsätzlich“ nicht als zwingend zu verstehen.

Bei einer Verlegung mit Lichteinfall wirkt der Boden als Ganzes homogener, gleichmäßiger und damit ruhiger, ebenso sind Fugen und Unebenheiten weniger sichtbar. Des Weiteren kommt hier der Lichteinfall sehr gut zur Geltung, es wirkt als trugen die Dielen das Licht in das Zimmer.

Durch einen Wechsel der Verlegerichtung lassen sich aber Räume genauso wie durch unterschiedliche Verlegemuster, Farbtöne oder Holzsortierung neu in Szene setzen umso eine andere Atmosphäre zu schaffen.

Bei einer Verlegung quer zum Lichteinfall werden z.B. gewünschte Fasen an den Längskanten bei Dielenböden angefeuert und die einzelnen Dielen kämen somit besser zur Geltung, man nutzt sozusagen die Schatten die durch die Fasen der Kanten entstehen um die Dielen besser sichtbar zu machen.

Nun kommt das Licht leider auch nicht immer von da wo man es gerne hätte oder es spielen auch noch andere Faktoren bei der Entscheidung der Verlegerichtung eine Rolle.

Bei eher länglichen Räumen kann man bei Querverlegung den Raum breiter wirken lassen als es tatsächlich der Fall ist.

Grenzen beispielsweise Stiegen an einen Flur, so wäre eine Verlegerichtung parallel zur Stiege wünschenswert.

Ist die Verlegerichtung jedoch erstmal bestimmt, ist es zu empfehlen, diese nicht mehr zu wechseln und alle Räume in die gleiche Richtung zu verlegen, z. B.  speziell dort, wo sich zwei Räume in einem Türübergang treffen könnten.

Als Abschluss gilt, es gibt kein FALSCH od. RICHTIG bei der Verlegerichtung, richtig ist hier das eigene Wohlbefinden.

Peter Walter die richtige Verlegerichtung